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Sardinien - Orosei & Cagliari

Ciao a tutti !

Weiter geht's mit dem zweiten Beitrag über Sardinien. Wie versprochen gibt es hier noch mehr Strände und noch mehr Bilder vom unglaublich schönen Mittelmeer.

Orosei

Der zweite Stop auf unserer Tour durch Sardinien war Orosei, ein kleines gemütliches Städtchen im Osten der Insel. Viel zu sehen gibt es in Orosei selbst nicht, allerdings bietet die Umgebung sehr viel. 
Am ersten Tag haben wir uns auf den Weg zur Oasi Biderrosa gemacht. Dabei handelt es sich um fünf Strandabschnitte, die in einem Naturschutzgebiet liegen. Man kann entweder durch das Gebiet wandern, um zu den Stränden zu gelangen, oder mit dem Auto fahren. Je nachdem wie man sich entscheidet, bezahlt man mehr oder weniger Eintritt. (1€ p.P. , Auto 12€)
Das Naturschutzgebiet ist wirklich schön, viel grüner als der Rest der Gegend. Nachdem wir an der Küste entlangspaziert sind und alle fünf Abschnitte gesehen haben, haben wir den restlichen Tag an Strandabschnitt Nummer zwei verbracht. Der Sand war wunderbar fein und weich und es gab kleinere Wellen, die für entspannendes Meeresrauschen sorgten. Doch auch der erste Abschnitt war wunderschön und vor allem menschenleer. Im Meer befanden sich stellenweise viele große Steine und leider auch Algen, aber zum Glück eben nicht überall.


Der zweite Tag kostete mich ein wenig Überwindung, denn wir machten eine Bootstour (40€ p.P.) im Golfo di Orosei. Ich muss sagen, Boote sind nicht so mein Ding (mein Magen spielt meist nicht so gut mit), aber da man die Buchten nur vom Wasser aus erreichen kann und sie zu den schönsten der Insel gehören sollten, hatte ich keine andere Wahl. Wir haben uns für ein kleines Boot entschieden auf dem 12 Menschen mitfahren konnten, da man damit nicht nur die großen Hauptstrände erreichen kann. 
Am bekanntesten Strand, Cala Goloritze, konnten wir aber trotzdem nicht anlegen. Dafür war unser erster Halt ganz in der Nähe vor einer kleinen Bucht, deren Namen ich leider nicht mehr weis. Nach der ersten Etappe Schaukeln im Schlauchboot, war es einfach nur erleichternd im unfassbar türkisfarbenen Wasser schwimmen zu gehen. Selbst wenn ich die Bilder jetzt wieder sehe, kann ich nicht glauben wie schön das Meer dort war. Den kleinen Strand erreicht, mussten wir feststellen, dass es hier keine feinen Sandstrände gibt, sondern Kieselstrände. Diese waren zwar ganz hell und sahen wunderschön aus mit den steilen Felswänden im Hintergrund, aber ich bin einfach kein Fan von Kiesstränden. (Doch
 das ist einfach nur eine persönliche Vorliebe oder eben Abneigung.) Ich finde es nicht gerade angenehm darauf zu laufen, doch mit den sexy Wasserschuhen war auch das möglich. :D

Wir sind weiter die beeindruckende Küste entlang gefahren, konnten uns Geschichten über die Gegend anhören und machten drei Strandpausen. (Cala Marilou, Cala Luna, Cala Biriola)  Ich war zwar immer froh, wenn wir wieder angehalten haben, jedoch war es nicht wirklich möglich richtig zu entspannen und den Strand zu genießen. Im Minutentakt haben hier große und kleine Boote angelegt, hunderte Menschen stiegen aus oder wieder ein und das Mitte September. Die Buchten waren so voll, dass man schon suchen musste, um ein Plätzchen zu finden, an dem man halbwegs für sich war. Am wenigsten los war bei Cala Biriola, was deswegen der angenehmste Halt war.
Zwischendurch entschieden wir uns noch die Grotta del Fico zu besuchen, die auf dem Weg lag. Wer sich für Tropfsteinhöhlen interessiert, ist hier ganz gut aufgehoben. Für 8€ pro Person kann man mit einem Audioguide die Höhle erkunden.
Da es eben schon Mitte September war, zog sich der Himmel nachmittags immer zu und wir mussten die Tour zum Schluss verkürzen. Ich muss ehrlich sagen, das hat mir nicht soo viel ausgemacht, denn mir ist es sowieso schon vorgekommen, als würde das Schwanken einfach weitergehen...den ganzen Abend lang.

Wichtig zu beachten: Am besten ein Kopftuch umbinden, den Sonnenhut oder die Kappe ausziehen oder sehr gut feshalten! Denn wenn der Kapitän sagt es wird windig man sollte auf seine Sachen aufpassen, dann wird es wirklich windig. Und jetzt dürft ihr dreimal raten, wer seine Kappe natürlich trotzdem verloren hat...klar ich. Wie das passieren konnte ? Ich habe keine Ahnung. In einem Moment habe ich sie noch festgehalten und auf einmal seh' ich sie übers Meer wegfliegen. Nachdem ich mich erst selbst ausgelacht hab, weil es mich eigentlich auch nicht gewundert hat, dass es mir passiert, habe ich mir am Strand eine ganz besondere Kopfbedeckung aus meiner Weste gebastelt. Warum ? Manchmal ist meine größte Sorge in der Sonne, dass ich einen Sonnenstich bekomme und das muss mit allen Mitteln verhindert werden, auch wenn's doof aussieht. :D

Cagliari

Cagliari - der letzte Stop auf unserer Reise. In der Hauptstadt angekommen, wurden wir erst einmal von Verkehrschaos begrüßt. Während der Zeit in Italien durften wir die temperamentvollen Italiener ja schon des Öfteren beim Autofahren kennenlernen, was für ein paar stressige Situationen sorgte. Aber man muss sich einfach immer wieder bewusst machen, dass man nicht zu Hause ist und auch nicht die gleichen Verhältnisse erwarten. Außerdem, gefährliche Autofahrer gibt es wohl überall. 
Nachdem wir dann aber einen Parkplatz gefunden haben, war es Zeit ein wenig die Stadt zu erkunden. Wir haben uns größtenteils auf das Viertel Castello beschränkt, da wir dort gewohnt haben und es uns gut gefallen hat. Man kann es sich vorstellen wie eine Altstadt. Es liegt auf einem Berg und gehört zur ehemaligen Burganlage, was sich durch die Mauern und Tore erkennen lässt. 

Kurz sind wir auch durch die Einkaufsstraße der Stadt geschlendert. Da ich es in dem Urlaub geschafft habe, zwei Sonnenbrillen durch bloßes Ansehen kaputt zu kriegen (sie sind einfach auseinander gefallen), musste eine neue her. 


Ziele in der "Umgebung" waren bei uns Porto Pino (~1,5 h), Spiaggia di Campa (~3/4h)  und Spiaggia di Piscinas (~ 2h).
Ob es sich lohnt zu Porto Pino zu fahren ? Naja, wenn man fast ans Ende der sehr langen Bucht geht, findet man einen schönen Strandabschnitt, mit flachem Wasser und weichem Sand im Meer. Geht man noch ein Stück weiter, erreicht man ein paar Dünen. Doch so weit fahren würden wir nicht noch einmal. 
Spiaggia di Campa war da wesentlich erreichbarer. Eigentlich auf der Suche nach Spiaggia su Guideu, sind wir dort gelandet und geblieben. Mit wunderbar blauem, anfangs flachem Wasser und richtig weichem, steinfreiem Sand im Meer war die Bucht perfekt zum Schwimmen. Selbst Ende September war es hier warm genug zum Sonnen und Baden. Und Ende September heißt wirklich Ende, wir waren nämlich noch am 30.9 dort. :D Zu überfüllt war es außerdem auch nicht, nur kam leider manchmal etwas Ballermann-Feeling auf, als die Strandverkäufer  versuchten uns alles Mögliche anzudrehen. Auch das Ballermann typische "Massagi, Massagi ?" Angebot war hier mit dabei. 
Die weiteste Fahrt führte uns zum Spiaggia di Piscinas. Zwei Stunden fuhren wir an der Küste entlang, folgten Serpentinen und wackelten zum Schluss über Schotterpisten. Als wir am Ende ein Hotel direkt am Strand entdeckten, waren wir mehr als überrascht. Der Strand selbst ist riesig! Kilometerlang kann man am Meer entlang gehen oder sich einen Platz auf dem breiten Sandabschnitt suchen. Im Hintergrund sieht man ein ebenfalls riesiges wunderschönes Dünengebiet. Schön ist Spiaggia di Piscinas auf jeden Fall und auch trotz des Hotels nicht zu überlaufen, einfach weil es sich bei der Fläche gut verteilt. Doch ob man bereit ist dafür zwei Stunden hin und auch wieder zurück zu fahren, muss man sich überlegen. 


Das war Teil 2 der Sardinien Reihe. Ich hoffe es hat euch gefallen und ich konnte euch einen kleinen Einblick in unsere Reise geben. Weiter geht es bald mit Tipps zum Essen und Übernachten und natürlich noch einem Blogpost über Venedig.

Teil 1 noch nicht gesehen ? Dann geht's hier lang für kleine gemütliche Buchten.

Also dann bis zum nächsten Post und seejusoon.
Eure Julia

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