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Kuba -Traum oder Albtraum ?

Hola amigos :)

Diesen Winter gab es etwas, bis jetzt sehr Außergewöhnliches für mich : Meinen ersten Langstreckenflug. Wir hatten uns entschlossen über Weihnachten mit nach Kuba zu fliegen. Los gings ab Frankfurt. Nach ein paar Stunden Wartezeit mehr, wurden wir mit einem frisch renovierten Flugzeug entschädigt. Auch durch das, jetzt komplett freigeschaltete Filmangebot vergingen die knapp 10 Stunden schneller als erwartet. In Kuba angekommen ging es für uns mit dem Mietwagen weiter, für den wir noch sehr dankbar waren, als wir die ersten öffentlichen Verkehrsmittel und Taxis zu Gesicht bekamen.
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This winter, there was a very special experience for me : My first long-distance flight. We've decided to go with my boyfriend's parents to Cuba during the Christmas holidays. Our travel began at the Airport Frankfurt am Main. After a few extra hours of waiting, we were compensated with a freshly renovated plane. The 10 hours went by faster than we thought, thanks to the now completely free movies. After we've arrived in Cuba we were going on with a rental car, which we were really thankfull of, after we saw the public transportation.

Matanzas

Die erste Unterkunft hat uns rückblickend einen sehr guten Eindruck von Kuba gegeben. Hier hat der ewige Kampf mit dem Mosquitonetz begonnen, denn je länger wir im Land waren, desto abenteuerlicher wurden die Konstruktionen. Das feucht-warme Klima und das Brummen der Klimaanlagen, die an jedem Haus hingen, sorgten auch nicht gerade für einen guten Schlaf. Daran mussten wir uns erst noch gewöhnen. 

Dieser schlechte Start war am nächsten Morgen jedoch fast vergessen, als wir ein tolles Frühstück im Garten bekamen.

Frisch gestärkt ging es weiter nach :
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The first Casa gave us a good impression of the country. The exhausting fight with our mosquito net started there and the constructions would be more and more adventurous. The tropical climate and the hum of the air conditoner also didn't cause a good sleep. There were many things, we've had to arrange with. The next morning we've almost forgotten this bad beginning, when we had a great breakfast in the garden.

 

Our next stop was :

Vinales

Hier hatten wir eine richtig tolle Casa erwischt. Wie auch in den Folgenden war das Essen sehr sehr lecker und auch der frisch gepresste Saft war richtig gut. Unser Vermieter hat uns bei der Planung von Ausflügen geholfen und uns teilweise auch begleitet. So ermöglichte er uns eine Tabakplantagenbesichtigung , die wir wahrscheinlich selbst nie gefunden hätten. Bei einer Tour über das Gelände konnte ich zum ersten Mal in echt sehen wie, zum Beispiel eine Ananas- oder Kaffeepflanze aussieht. Danach kam es zum ersten Highlight der Reise und natürlich Punkt Nr.1 auf jeder Kuba To-Do Liste : Wir konnten zusehen wie Zigarren gerollt werden und hatten dadurch schon die erste Gelegenheit Souvenirs zu kaufen. Klar, Touri pur, aber trotzdem ein Muss.

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In this valley we've had a great Casa with the most delicious food. The freshly squeezed juices were the best ! The owner of our Casa has not only helped us with the planning of a few excursions, he also went along with us to show us places like a tobacco plantation. I could see how a pineapple or coffee beans are growing, which was great. After that it was time for the first highlight and of course the number one thing to do when in Cuba : We had the possibility to watch the farmer make his hand-rolled cigars. We also were able to buy our first souvenirs.

(Cueva del Indio, Vinales  - Höhle Nr.1)
(Cueva del Indio, Vinales - Höhle Nr.1)

Teile des eigentlichen Plans für dieses Tal mussten wir verwerfen, da das Wetter nicht ganz mitspielte. Auch die 2-Stunden-Fahrt auf der "gut ausgebauten Straße"  zum angeblich schönsten Schnorchelstrand in der Gegend, war den Aufwand leider nicht gerade wert. Von Anfang an hatten wir ja Bekanntschaft mit einem der Hauptverkehrsmittel der meisten Orte gemacht : selbst zusammengebaute Kutschen. Was für uns sehr interessant aussah hat unserem Auto nicht so gut getan. Verlorene Nägel bescherten uns den ersten und zum Glück einzigen platten Reifen. Nur ein kleineres Problem, welches allerdings viel Zeit kostete. Diese anfänglichen Probleme hinter uns gebracht, ging es in Vinales allerdings nur noch bergauf. Nach dem Zigarrenrollen erkundeten wir zwei Höhlen. Durch eine davon gings mit einem Boot über einen Fluss im Inneren. Die Zweite wurde eine kleine Abenteuertour, mit Helmen, Stirnlampen und ein paar Kletterpartien.

Am Abend hatten wir weiterhin Glück und ergatterten einen Tisch im besten Restaurant der Stadt. Vermutlich dem einzigen in dem man essen konnte, wenn man sich noch nicht an kubanisches Essen gewöhnt hat. Daran haben sich unsere Mägen leider nicht so schnell angepasst. Doch so hatten wir einen schönen Abschluss in Vinales. 
Weiter ging es sechs Stunden quer durchs Land nach:
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We've had to cancel a few of our plans for this region, because the weather wasn't very mild with us. Also, the 2-hour car ride via the "splendidly constructed road" to the supposedly nicest snorkel beach wasn't worth the effort. From the beginning, we had made acquaintance of one of the main means of transportation : self-built carriages. What was interesting for us, was less good for our car. Lost nails caused our first and luckily our only flat tyre. Just a small problem, which has cost us a lot of time. After these difficulties Vinales was a joy. We've explored two caves, one with a boat about a subterranean river. The other one was a little adventurous with helmets, headlamps and a lot of climbing. In the evening we had luck and got hold of a table in one of the best restaurants of the town. Probably the only one where you can eat, when your stomach isn't used to the Cuban food. (The paella was delicious!) After this nice last evening, we went further six hours straigth through the country to...

Cayo Santa Maria

Nach langer Fahrt kamen wir in der einzigen Hotelanlage auf unserem Weg an. Diese war so groß, dass wir uns beim Spazieren erst einmal verlaufen haben. Aber bringen wir doch das Schlechte zuerst hinter uns. Großer Nachteil der Anlage: Animation. Zu viel. Zu laut. Zu...überall. Naja zugegeben, das ist jetzt ein sehr persönliches Problem, aber so einen Strand wie er da war möchte ich eigentlich in Ruhe genießen und lieber das Meer hören als einen Animateur. Aber genug beschwert, es gab ja nicht den ganzen Tag lang Programm. Jetzt weiter zum Guten.

Das Zimmer und das gesamte Gelände war wirklich sehr schön angelegt und gepflegt. Über einen Steg erreichte man den traumhaften Strand, der -bis auf die Palmen- alles hatte was man sich von einem Karibikstrand erträumt. Weißer Puderzuckersand, türkisfarbenes Wasser und das soweit das Auge reicht. Dieser Ausblick war Entschädigung für alle Strapazen die wir bis jetzt durchlaufen hatten und die, die noch kommen würden. Auch hier hatten wir wenig Glück, was das Schnorcheln angeht, jedoch ließ sich das schnell vergessen, während wir mit Delfinen schwammen. Ein einmaliges Erlebnis, wodurch die Tage in Cayo Santa Maria noch schöner und außergewöhnlicher wurden. Weiter ging es nach vier entspannten Tagen in Richtung:

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After a long journey we arrived in the only hotel arrangement on our trip.  It was such a big area that we got lost while walking in it.  But let's start with the bad first. The big downside of the hotel : the entertainment staff. It was too much, too loud and simply everywhere. Ok, to be honest, not everyone has a problem with it but for me it was a little bit annoying. If I can be on such a gorgeous beach, I would like to relax and hear the sound of the waves rather than the singing of the hotel staff. We still had plenty of time to enjoy the beach, so enough of the bad. Let's go on with the good things. Our room and the whole hotel grounds were beautiful. We were able to get to the beach by a footbridge. It had almost everything you're dreaming of a caribbean beach - white sand and turqouise water as far as the eye can reach. The only thing missing is the palm trees, but no one was really paying attention to that. The time we spent at this beautiful place has made up everything and was a small reserve for the upcoming problems on our remaining trip. Since then, we weren't very lucky with the snorkel which wouldn't change here. We tried, but there wasn't much to see. After this failure there was no time to be sad, because it was time for the next highlight. We were able to swim with dolphins and it was amazing. I can't describe the feeling I had, it really was a once-in-a-lifetime opportunity.
Four relaxed days later we went on to...

 

Cienfuegos

Bei einer Stadtrundfahrt mit einer der vielen Kutschen, konnten wir die Stadt etwas kennen lernen. Es gab dort einen wunderschönen Platz, der sehr gepflegt war und sich dadurch sehr stark vom Gesamtbild der Stadt abhob, welches eher heruntergekommen war. Rund um den Platz befand sich ein altes Theater und eine Tanzschule. Allerdings konnten wir nichts erkennen was Cienfuegos als "schönste Einkaufsstadt" qualifizieren würde. Bis auf ein paar Souvenirstände, ein Haushaltswarengeschäft und ein Bekleidungsgeschäft gab es nicht viele Einkaufsgelegenheiten.
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During a city tour in a carriage, we got to know the city a little bit better. There was a nice central plaza with an old theater and a dancing school. The rest of Cienfuegos was the opposite of this place. The houses were shabby and unlike mentioned in our guide we couldn't find some good shopping spots, beside a few souvenir places.

Bei unseren Ausflügen half uns eher der Zufall, als die Reiseführer, was sehr viel Autofahren bedeutete. Schließlich landeten wir aber in einer Flamingobucht und fanden ganz unerwartet eine alte Zuckerrohrplantage mit Resten eines alten "Fabrikgeländes". Dort waren zum Glück andere Reisende mit einer englischsprachigen Führung unterwegs und wir konnten uns anschließen. So hatten wir in dieser Stadt doch noch ein paar Erfolgserlebnisse.

Nachdem wir die Weihnachtsfeiertage hier verbrachten fuhren wir weiter nach :
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Our excursions were mostly due to accidents, which caused a lot of driving. At the end we found a flamingo bay and an old sugarcane plantation with remains of an old factory. Fortunately there was a guided tour group when we arrived so we could join them. After we spent Christmas in this city, our next stop was...

Trinidad

In Trinidad angekommen, stellten wir schnell fest, dass es die mit Abstand schönste Stadt war, die wir auf unserer Tour gesehen hatten. Die Häuser waren bunt und gut erhalten, man hörte überall Musik, es wurde getanzt, gesungen, es war einfach Leben in den Straßen. Man bekam ein Gefühl von der kubanischen Lebenseinstellung, wie man sie sich vorgestellt hatte. Hier haben wir viel Zeit in der Stadt verbracht, konnten schöne Souvenirs kaufen und durch die vielen beeindruckenden Kunstgalerien schlendern. Leider ging es auch hier nicht ohne Pannen, da unsere ursprünglich geplante Aktivität wieder einmal ausfallen musste. Auf dem Weg zu einem Wasserfall leitete der Reiseführer uns quer durch Wälder und über Berge. Als wir mitten im Nirgendwo eine Touristeninformation entdeckten, hatten wir schon kurz wieder Hoffnung, aber auch dort konnte man uns nicht helfen. 

Danach beschränkten wir uns nur noch auf den, wieder wunderschönen Strand. (Diesmal sogar mit Palmen) Sogar der Schnorcheltrip funktionierte diesmal, auch wenn die Unterwasserwelt nicht ganz so aussah, wie wir uns das erhofft hatten. Egal, wir waren nach vielen Versuchen endlich erfolgreich und freuten uns trotzdem. Die restlichen Tage genossen wir einfach am Meer. An einem Abend erlebten wir außerdem, was bei einem Sonnenuntergang in der Karibik passiert : Die gesamte Strandbevölkerung beginnt mit einem Fotoshooting...naja da haben wir natürlich gleich mitgemacht. Es hat aber auch traumhaft schön ausgesehen, wer würde da keine Erinnerungsfotos machen.

When we arrived in Trinidad, we noticed fast, that this was the most beautiful town on our journey. The houses were so pretty and colorfull, everywhere was music and people were dancing. You could feel the life and the energy of the city. This was the Cuban attitude of life we imagined. We spent much time walking through the streets, buying souvenirs and admire the many art galleries. Unfortunately, we had to cancel some activities again. On our way to a waterfall, our guidebook sent us through the woods and over mountains. There was a little hope when we found a tourist information in the middle of nowhere, but they couldn't help us either. After this tour we only stayed at the beautiful beach. (This time with palm trees) Even the snorkel excursion did work out this time, but the underwater world wasn't as spectacular as we thought. We liked it anyways, because we needed so many attempts till we actually were snorkeling. 
The remaining days we just enjoyed the beach and got to see what happens when there's time for the sunset in the caribbean. Everyone at the beach starts to have a fotoshooting...so we started one too :D We had no choice, the scenery was just too perfect.

Varadero

Hier hatten wir leider richtig Pech. Unsere Unterkunft lag direkt an der Hauptstraße und da es keine Glasscheiben in den Fenstern gab, hörten wir den Straßenlärm Tag und Nacht. Wir hatten außerdem keinen Ansprechpartner in der Casa, es wurde nichts gekocht und wir selber hatten auch nicht die Möglichkeit uns etwas zuzubereiten. Frustriert setzten wir uns erst einmal für ein, zwei Stunden an den Strand und ließen uns etwas vom Meeresrauschen beruhigen. Abends machten wir uns dann auf die Suche nach einer Möglichkeit essen zu gehen und fanden ein Restaurant, das gut war.  Nach einer sehr unruhigen und kurzen Nacht versuchten wir am nächsten Morgen ein Geschäft zu finden und hatten tatsächlich Glück. Wir fanden das, wahrscheinlich einzige gefüllte Geschäft in Kuba und deckten uns mit völlig überteuerten Keksen und Getränken ein. Unsere Stimmung hatte sich durch die Kekse zwar etwas gebessert, wir wollten aber immer noch einfach nur in unser Flugzeug und nach Hause fliegen. Da wir schon etwas "vorbelastet" waren, was das Nicht-Funktionieren in Kuba angeht waren wir auch hier nicht mehr aufzulockern und irgendwann ist nunmal alles zuviel.


Mit nur einer Stunde Verspätung ging der Heimflug dann auch, zusammen mit dem Sonnenuntergang los. Zum Schluss noch einmal ein toller Ausblick. Aber auch auf dem weiteren Flug wurde die Sicht nicht schlechter. Wir überflogen Miami bei Nacht und klebten währenddessen förmlich am Fenster. Mit dem Sonnenaufgang landeten wir in Wien und flogen vier Stunden später weiter nach Frankfurt. Na, und was macht man, wenn man ewig unterwegs war und ein frustrierendes Urlaubsende hinter sich hat ? Genau, Fast Food. Noch am Flughafen gingen wir zu McDonalds und haben uns wahrscheinlich noch nie so über einen Burger gefreut. :D

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At our last stop we had so much bad luck. Our Casa was located right next to the main street and since the windows had no glass we had to hear the noises of the street at day and night. Also there was no contact person in our Casa, no one who cooked and no possibility to cook for ourselves. After the first look trough the Casa we were really frustrated and had to go to the beach to calm down.  In the evening we begann to search for a restaurant and luckily we found a good one. After a very short and restless night we searched for a supermarket or something like that. We found probably the only supermarket in Cuba that actually has food to offer. So we bought a fiew cookies, water and payed way too much. 
Despite the cookies, our mood was soo bad, we just wanted to get on our plane. Because the sress has accumulated more and more, there were just small things necessary to give us the rest.

After just one hour of delay, we started our journey back home. As a final view we got another beautiful sunset. During the flight we had another amazing view : Miami at night. So much lights and such a big city, we literally sticked to the small window. 
We arrived in Wien with the sunrise and after 4 hours there was our flight back to Frankfurt. 
And what is the first thing you do after beeing frustrated at the end of the vacation and hours of travelling ? Exactly, Fast food. So we went right to the next McDonalds we saw and were never happier about a burger :D

Fazit/Conclusion

Man sollte wirklich Spanisch sprechen, da sich die Kommunikation auf Englisch schwierig gestaltet.
Es ist ein Land/Urlaub, in dem viel mehr drin stecken könnte, jedoch ist die Grundstimmung, wie schon erwähnt, eher genervt wenn man vor allem nicht genug trinkt. Das hat sich bei uns leider auf den gesamten Urlaub ausgewirkt. Rückblickend war der Urlaub eigentlich schön nur während der Reise ist es uns nicht so vorgekommen.
Abgesehen davon gibt es in Kuba aber wunderschöne Landschaften und Strände zu sehen.
Hält man sich an die Casa Besitzer kann man außerdem viel erleben.
Also entweder eine lockere Einstellung und Spanischkenntnisse oder sehr viel Geld ausgeben und sich in ein Luxushotel mit Privatguide einmieten.
Kuba --> 7/10
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It would have been very helpfull to speak Spanish, because English is not a widespread language in Cuba.
It is a country with many beautiful spots, but the general conditions are a little difficult and different to the life in Europe. 
Looking back it was a good trip but during our stay in Cuba we weren't 100% happy with our choice. Anyways, there is an amazing landscape and gorgeous beaches. If you stick to the Casa owners, you can explore so many places and see so many cool things.
 So, you either have a relaxed attitude and some Spanish knowledge or you're rich and able to stay at a luxurious hotel with a personal guide. 

Cuba --> 7/10

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Kommentare: 2
  • #1

    tardigrada (Samstag, 02 April 2016 16:37)

    wunderschöne Bilder und toller Artikel!

  • #2

    seejusoon (Samstag, 02 April 2016 16:48)

    Vielen Dank und schön, dass du vorbeigeschaut hast :)

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