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Skandinavien-Info

Drei Wochen sind vorbei !

Wie jedesmal sind wir wieder zu Hause, aber irgendwie doch nicht so wirklich. Nach Wochen aus dem Koffer leben und stundenlangen Autofahrten freut man sich zwar auf zu Hause ( das eigene Bett! ), doch ist man dann schließlich wieder im Alltag, hängt man noch eine Zeit lang im Urlaubsmodus fest. ( So geht's mir zumindest. )
Bevor die eigentlichen Urlaubstexte online gehen, gibt es jetzt erst einmal allgemeine Dinge, die man vor einem Skandinavienurlaub wissen sollte. Also falls ihr vorhabt in den Norden zu reisen, hier ein paar Infos.

  1.  Geld

    * Es ist teuer !! (und nicht nur ein bisschen) 

    Schläft man in Hotels und muss deshalb auswärts oder im Hotel selbst essen, kommt man locker auf 20-25 € pro Person. Unter 20€ haben wir es nur bei McDonalds, Vapiano und an Straßenständen geschafft.

    * Bargeld oder Visa ? 
    Wir hatten Bargeld dabei, das wir wechseln wollten. Darauf sind wir jedoch sitzen geblieben, da man außer in großen Banken sehr viel durch Wechselgebühren verliert. Da man wirklich ALLES mit Karte bezahlen kann haben wir das schließlich auch gemacht. Es kann allerdings nie schaden ein wenig Notfall-Bargeld dabei zu haben, falls die Kreditkarte mal nicht funktioniert. 
    VORSICHT !! Man verliert so unglaublich schnell den Überblick über seine Finanzen, da man nicht merkt wie das Geld weniger wird. Deshalb sollte man darauf ein Auge haben, auch wenn das sehr schwer ist.
  2.  mit dem Auto unterwegs

    Tanken ist ebenfalls teuer. Konnten wir für 1,40 €  pro Liter Super tanken, war das ein Grund sich zu freuen. 

    ABER : Da ihr da oben generell langsamer und gleichmäßiger fahrt (NO max. 80 km/h, SE 100-120 km/h), verbraucht ihr auch weniger. Wir sind mit einer Tankfüllung zwischen 100-200 km weiter gekommen als hier in Deutschland. 

    Maut gibt es in Norwegen generell, in Schweden nur in Göteborg und Stockholm. Für Norwegen kann man vorher eine Kreditkarte und sein Auto registrieren (autopass.no). Es werden ca. 30€ abgebucht und jede Mautstation durch die man fährt, wird davon abgezogen. Bleibt zum Schluss noch etwas übrig, bekommt man den Rest wieder zurück. In Schweden oder falls man sich nicht anmeldet wird das Kennzeichen fotografiert und man bekommt eine Rechnung zugeschickt. (Es hängen ab und zu Kameras über der Straße.)

    Strafen
    In Norwegen und Schweden stehen viele fest installierte Blitzer, gerne auch in Tunneln. Meist werden diese kurz vorher durch Schilder angekündigt. Allerdings würde ich eine Strafe nicht riskieren, da sich das Bezahlen als etwas komplizierter/teurer darstellt als man denkt. Denn überweist man den Betrag in der jeweiligen Währung, muss man eine hohe Gebühr bezahlen. Bezahlt man jedoch in Euro, kann es zu Problemen wegen tagesaktueller Wechselkurse kommen.

    Also besser vermeiden!  Auch falsch parken ist keine gute Idee, da die Strafzettel dafür sehr schnell verteilt sind.
    Die Erfahrung mussten wir leider in Oslo machen, da wir unser Auto statt um 9 Uhr um 9:20 Uhr umparken wollten. (20-9 Uhr war das Parken umsonst.) 

    Brücken/Tunnel/Fähren
    Viel Geld geht auch für das Bezahlen von ein paar Brücken und unzähliger Fähren drauf. Doch die Fähren erleichtern die Strecken natürlich ungemein. Bei sehr langen Fahrten bieten sie eine sehr willkommene Pause bei der man trotzdem ein Stück Weg zurücklegt.

    Anfangs cool und außergewöhnlich, irgendwann nur noch nervig und anstrengend. Die Rede ist von den gefühlt einer Million Tunneln. Sie sind mal kürzer, mal länger (unser Längster 25km), mal mit Abbiegespur oder, was wirklich beeindruckend war, mit einem Kreisverkehr darin. Doch manchmal fährt man von einem direkt in den nächsten, vermisst das Tageslicht und frische Luft und kann sie am Ende einfach nicht mehr sehen. (Es sei denn man ist ein riesen Tunnelfan oder sowas)
  3. Wetter/Klima
    Es ist Skandinavien und auch im Sommer darf man eben keine 30°C erwarten. Wir hatten tatsächlich einen Tag lang 28°C in Stockholm, doch generell waren es tagsüber immer zwischen 12-20°C. 

    Man weiß es zwar, aber wenn es dann soweit ist, ist man doch überrascht. Nachts wird es nicht dunkel, was mich oder eher meinen Schlafrhythmus wirklich verwirrt hat. man sitzt um 12 Uhr nachts draußen und es ist hell. Ich bin nicht wirklich müde geworden und war auch schnell wieder wach, es sei denn wir hatten volles Programm an dem Tag. Dunkle Vorhänge in den Hotels waren da wirklich die Rettung um irgendwie ein bisschen Nachtgefühl zu bekommen. Aber man gewöhnt sich daran und zurück in Deutschland war es auch wieder komisch, dass es dunkel wird.

Das scheint jetzt viel und auch alles nicht so prickelnd, aber es war ein richtig toller Urlaub. Wir haben unglaublich viel gesehen, erlebt und drei Wochen lang einfach eine schöne Zeit gehabt. Klar haben wir uns zwischendurch auch mal darüber geärgert so viel Geld auszugeben, aber Reisen sind jeden Cent wert. Das hier sind einfach ein paar Dinge, die man meiner Meinung nach vorher wissen sollte, damit man weiß worauf man sich einlässt.
Wunderschön ist es trotz allem!

Mehr Texte kommen bald, also seejusoon. 

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